Unser Ostseetagebuch 2017

Wir fuhren am Sonntag den 29. Mai 2017 nach meiner letzten Arbeitsstunde gen Norden. Da wir erst am Nachmittag los kamen, fuhren wir bis nach Sonnenuntergang. Durch Zufall entdeckten wir einen passenden Platz für die Nacht. Es standen schon ein paar Camper mit ihren Wohnmobilen dort. Der Gasthof, war schon geschlossen an diesem Sonntag Abend. Am nächsten Morgen standen wir um 08 Uhr auf. Wir hatten ja nur die Hälfte geschafft. Im Gasthof war schon reger Betrieb. Für die Nacht inklusive Strom, haben wir 3 Euro gezahlt. Damit der Tag richtig los gehen konnte, haben wir erst mal schön gefrühstückt. Für 24 Euro gab es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, inklusive Kaffee so viel man verträgt. (Empfehlung: Gasthof Sauer) Danach ging es zurück auf die Autobahn A7 Richtung Norden.

1.Tag
Zwischen Bockenem und Eckernförde gab es noch einen Zwischenstopp in Tüttendorf bei unserer Züchterfreundin. Gegen 18 Uhr kamen wir in Hemmelmark an. An der Rezeption erklärte man uns die Platzregeln und dass man für Toilettenpapier selbst sorgen müsse. Gott sei Dank hatten die Vorbesitzer unseres Wohnwagens noch einige Rollen Toilettenpapier hinterlassen 😉 Das Wetter an diesem Abend war gut. Dafür war das Ausrichten des Wohnwagens auf dem unebenen, weichen Untergrund sehr mühsam. Zu Abend gab es einfach nur eine Brotzeit, da wir keine Lust hatten noch irgendwo hin zu fahren.

2.Tag
An diesem Morgen wurden wir für unsere Verhältnisse sehr früh wach. Kurz vor 5 öffnete ich die Rollos und wurde mit dem schönsten Sonnenaufgang seit langem belohnt. Zuerst gab es eine Runde mit den Hunden an den Strand und dann ein kräftiges Frühstück mit Ei. Dann gab es noch mal eine schöne Runde am Strand mit den Hunden. Danach ging es nach Eckernförde in die Innenstadt. Eckernförde ist ein kleines, schnuckliges Städtchen mit vielen, tollen Läden. Entdeckt haben wir einige Einzelstücke, wie zum Beispiel mein schönes Ankerarmband, welches ich seither kaum abgelegt habe. Die Bonbonkocherei Hinrichs lag auch noch auf unserem Weg.  Zu Mittag gegessen haben wir bei Methmanns Mittagstisch. Dort gibt es einfache Hausmannskost. Danach fuhren wir einfach mal Richtung Missunde und Haithabu. Schon da hatten wir vor,  den Campingplatz zwischendurch mal zu wechseln. Leider hat uns keiner der beiden Campingplätze zugesagt. Also blieben wir erst mal in Hemmelmark. Zurück am Campingplatz haben wir sehr früh Abend gegessen und sind dann auch bald ins Bett.

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3. Tag
Finns Geburtstag. Wir hatten schon unsere Planung für diesen Tag. Zuerst wollten wir das schöne (jedoch recht windige) Wetter an unserem Platz genießen. Die Sonne strahlte vom Himmel, also packten wir unser Retro-Vordach aus, was wir später noch bereuen mussten. Gegen Mittag fuhren wir zum Bülker Leuchtturm. Das war so geplant, weil wir damals am 16. Juli 2008 mit unserer Züchterfreundin Tina hin fuhren um die Welpen laufen zu lassen. Wir spazierten etwas um den Leuchtturm herum, knipsten ein paar Bilder und genossen den Ausblick mit Leuchtturm. Am Spätnachmittag machten wir uns von dort aus auf um nach Neumünster zu fahren, wo wir uns mit meinem ehemaligen Kollegen ein schnelles Abendessen genehmigten. Da Neumünster über eine Stunde von Eckernförde entfernt liegt, war der Rückweg etwas langwierig. In Eckernförde machten wir noch mal einen kurzen Abstecher zu Burger King wo es WLan und Kaffee gab. Zurück am Campingplatz mussten wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass die Heringe unseres Vorzelts nicht hielten. Das komplette Vorzelt flatterte unbefestigt am Caravan herum. Wir bauten das Vordach schnell ab und verstauten alles was wir draußen hatten, denn es hatte dann auch zum Regnen angefangen.

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4.Tag
Nach dem Frühstücken ging es wieder an den Strand. Die Jungs hatten ihre Freude mit dem Sand. Mika kannte das Meer bis dato noch nicht. Er ging immer ins Wasser und zog die Algen an Land. Ich fragte meine Züchterfreundin, ob diese Algen denn harmlos seien. Ja sie waren harmlos. Mika hatte seinen Spaß dieses glitschige Zeug zu zerzupfen. Wir ließen uns an dem Tag zeit. Vielleicht etwas zu viel Zeit. Gegen 13 Uhr fiel uns ein, wir könnten doch mal endlich den CP (Abk. f. Campingplatz) verlassen. Leider konnten wir den Platz nicht verlassen wegen Mittagsruhe bis 15 Uhr. Wütend auf uns und auf den Campingplatz schloss ich mich wegen beginnenden Schietwetters im Wohnwagen ein. Michael ging derzeit mit den Hunden auf Erkundungstour. Dabei lief er insgesamt 12 km von Hemmelmark bis nach Karlsminde und zurück. Begeistert kam er zurück und erzählte mir vom Campingplatz in Karlsminde. Es gab dort WLan und Toiletten mit Klopapier 🙂 aber auch der Platz selbst sei wohl schöner. Nachdem dann die Schranken wieder geöffnet waren, sagte ich, ich würde mir den CP auch gerne mal anschauen. Also fuhren wir die paar Kilometer bis nach Karlsminde. Schon nach einem kurzen Blick gefiel mir der Platz besser. Es gab dort viele Hecken, Bäume und einen Teich. Dennoch war ich kritisch, denn Umzug bedeutet Stress. Auf dem Weg zu unserer Freundin Tina gingen wir noch schnell einkaufen für die nächsten Tage. Bei Tina angekommen packten wir unsere Hunde in ihr Auto und fuhren zum Strand nach Dänisch Nienhof. Dort sind wir bei ordentlich Wind und bedecktem Himmel am Strand entlang gelaufen. Die Hunde (unsere beiden und Tinas Hündinnen) hatten ihren Spaß und wir genossen den Ausblick aufs Meer und beobachteten die Surfer, Standup Paddler, und die Stunts der Kitesurfer. In der Ferne konnte man große Schiffe erkennen. Nach unserem Spaziergang kehrten wir direkt vor Ort im Strandhaus Schwedeneck ein. Eine Tappasbar im Stil eines modernen Strandhaus mit direktem Blick aufs Meer. Durch die großen Fensterscheiben wurden wir Zeuge eines grandiosen Sonnenuntergangs. Zwischendurch ging ich mit meiner Kamera nach draußen um diesen Sonnenuntergang einzufangen. Wir blieben bis die Himmel sich komplett verdunkelte.

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5.Tag
Nach diesem grandiosen Sonnenuntergang wurde der nächste Tag leider Trüb. Zeit einen ruhigen, gemütlichen Tag einzulegen. In der Früh wurde wie immer reich gefrühstückt. Mit Omlett und Spargel und etwas Grillgemüse. Wir legten einen Waschtag für unsere Klamotten ein. Kaum vorzustellen, was sich innerhalb von fünf Tagen so an Wäsche anhäuft. Wir haben unterwegs immer Wäschekapseln dabei, weil diese platzsparend verstaut werden können. Da das Waschen so seine Zeit dauert, haben wir im Wohnwagen angefangen einige Runden Mensch ärgere Dich nicht zu spielen. Danach war Yatzee dran. Das LTE reichte um nebenbei etwas Apple Music zu hören. Die Jungs schliefen auf dem Bett. Zwischendrin sind wir raus gegangen um die Wäsche in den Trockner zu stopfen. Da wir genug vom Spielen hatten und der Trockner etwas brauchte, sind wir eine große Runde zum Gut Hemmelmark gelaufen. Da mein Handy mal wieder leer war, gibt es davon leider keine Bilder. :/ Danach suchte ich im Internet nach einer Kneipe in der Nähe. Wir hatten reichhaltig gefrühstückt und es war bereits früh Abends. Durch Zufall entdeckte ich im Internet die Strandküche in Eckernförde. Von dort aus hatte man einen schönen Blick auf die Eckernförder Bucht und den Hafen der deutschen Marine. Während des Essens fassten wir den Entschluss am nächsten Tag auf den anderen Campingplatz zu ziehen.

6.Tag
Der Wecker klingelte recht früh, denn wir wollten schnell von Hemmelmark weg,  um nach Karlsminde zu ziehen. Also frühstückten wir relativ schnell (und nicht so viel wie sonst) und packten unsere Sachen im Eiltempo ein. Wir packten so schnell das wir fast unsere Außenspiegel vergaßen. In Karlsminde angekommen bekamen wir sofort einen Platz in der ersten Reihe. Unsere Nachbarn waren selbst Hundehalter und hatten einen für mich sehr interessanten Hundezaun dabei. Wir unterhielten uns sehr lange. Danach war ich noch einige Zeit mit den Hunden am Strand, während Michael unser Vorzelt aufbaute. Nachdem Vordach – Intermezzo vom Mittwoch waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir das Vordach auch unbeaufsichtigt aufgebaut lassen können. Unsere lieben Nachbarn aus NRW rieten uns Vorzelt-Neulingen zu einem Sturmband. Es ist schon ein Unterschied zwischen einem hochmodernen Outwell Zelt welches Sturmböen bis Windstärke 9 aushält und einem Retro-Caravan-Vordach. Auch das mussten wir erst lernen.  Das Vordach ist offen und bietet sehr viel Angriffsfläche für den Wind. Die Nachbarn gaben uns den Tip, im Shop des CPs nach einem Sturmband zu fragen. Und wie der Zufall es so wollte, hatte der Shop gerade noch ein Sturmband übrig, welches ich dann auch für 20 Euro kaufte. Sicher ist sicher. Den Rest des frühen Tages verbrachten wir spazierend mit den Hunden am Strand oder am Platz direkt. Wir bauten den Tisch und alle Stühle auf und vertrauten erst mal auf das Sturmband. Gegen Nachmittag packten wir die Hunde ein und fuhren zu Tina. Wir hatten noch etwas vor an diesem Tag. Wir fuhren mit Tina los um eine Spülmaschine zu holen. Als wir zurück kamen war es schon Abends. Danach trafen wir uns bei einem Italiener mit Tinas Freundinnen in der Nähe von Gettorf. Zurück am Wohnwagen war es zwar windig, aber das Sturmband hielt alles an Ort und Stelle.

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7.Tag
Am Morgen kam die Sonne raus und es wurde merklich warm. Wir machten ein formidables Frühstück mit Gemüse, Aufstrichen aller Art und Rührei mit Spargel. Nach dem frühen Frühstück, machte ich meine morgendliche Runde mit den Hunden am Strand. Mein Mann und ich diskutierten über mögliche Ausflüge an diesem Tag. Unsere Freundin Tina hat uns wegen des Wetters empfohlen, nach Laboe zu fahren. Aber nicht über den Landweg, sondern über mit der öffentlichen Schifffahrt über die Kieler Förde. Ich setzte mich durch und so machten wir uns auf den Weg nach Kiel um von dort aus mit der Fähre nach Laboe zu fahren. Der Tag war himmlisch. Es ging eine leichte Brise und es war angenehm warm. Ein perfekter Tag. Schon auf der Hinfahrt war ich in Bester Stimmung. Mit Kamera bewaffnet, stand ich an der Reling und machte reichlich Bilder von der Umgebung. Eigentlich waren es viel zu viele Eindrücke für einen Tag. Angefangen im Hafen von Kiel. Wir fuhren an der Aida Cara vorbei und beobachteten Fensterputzer (?!) bei der Arbeit an der Bordwand. Bevor unser kleines Schiffchen ablegte, legte die Color Fantasy ab. Ziel: Oslo/Norwegen. Ich beobachtete sie beim Auslaufen aus der Kieler Förde. Auf der Fahrt nach Laboe gab es viel zu sehen. Ein Schiff der Marine hatte abseits des normalen Hafen angelegt. Ein Frachtschiff fuhr vom Nord-Ostsee-Kanal auf die Kielerförde ein. Da das Wetter so toll war, waren viele Segler und Paddler unterwegs. Mit meiner Kamera machte einige Bilder. Der Leuchtturm Friedrichsort bot mir dabei das perfekte Postkartenmotiv und Titelbild für diesen Reisebericht. Schon bevor das Schiff in Laboe anlegte, bot sich uns ein weiteres Postkartenmotiv. Eine Windmühle, viele vertäute Schiffe im Vordergrund und auf der anderen Seite der Strand von Laboe mit dem Marine Ehrenmal im Hintergrund. Dort war unser Ziel, denn wir wollten ans andere Ende von Laboe, also machten wir uns auf den Weg. Vorbei an vollen Kaffees, Fischbuden und Souvenirshops ging es zuerst zu U995. Ich ließ Michael den Vortritt zu U995 und ging mit den Hunden zum Strand dahinter. Die Jungs durften am Strand frei laufen (Hundestrand) und ich genoss die Sonne. Hinter uns ragte das Marine Ehrenmal hoch in den blauen Himmel. Danach wechselten wir und ich ging in das U-Boot. Dabei fiel mir ein, dass ich U995 nicht zum ersten Mal sah. Ich war schon einmal in Laboe. Vermutlich 1994 mit meinen Eltern. Ich erinnerte mich daran, dass es mir schon damals zu eng war. Also war ich schnell wieder draußen. Wir wollten unbedingt in das Ehrenmal. Auch hier wechselten wir uns ab, nur das ich diesmal zuerst hinein ging. Die unscheinbare Rampe zum Ehrenmal lässt vorerst nicht vermuten was sich im Hintergrund verbirgt. An das Ehrenmal hatte ich keine Erinnerung also vermute ich, dass wir damals nicht im Inneren waren. Im Ehrenmal angekommen, bot sich zuerst ein bedrückender Anblick. (TIPP: Wer beide Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte sich eine Kombikarte kaufen) Mit dem Aufzug fuhr ich nach oben. Oben Angekommen konnte ich nur staunen. Freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. In naher Entfernung konnte man Kiel erkennen. Gegenüber sah ich die Rapsfelder und den Bülker Leuchtturm. Hinter den Rapsfeldern konnte man einen Streifen von der Eckernförder Bucht erkennen. Weit auf dem Meer konnte man einen weiteren Leuchtturm entdecken. Vermutlich der Kieler Leuchtturm. Er lag so weit draußen, dass ihn nicht mal das 275er Teleobjektiv meiner Canon Eos 600D komplett einfangen konnte und das mag schon was heißen. Ich war sicherlich eine halbe Stunde ganz oben auf der Plattform des Ehrenmals. Von dort oben war die Sicht auf alles rundherum hervorragend. Ganz weit draußen hinterm Leuchtturm war ein großes Frachtschiff zu erkennen. Nach einer halben Stunde fuhr ich mit dem Fahrstuhl nach unten und besichtigte den Rest des Ehrenmals. Wie zuvor verbreitete der große Saal eine bedrückende Stimmung. In der Wand waren symbolische Schiffe eingraviert. Große und Kleine. Sogar Luftschiffe. Abertausende waren es. Nach weiteren Minuten ging ich wieder zurück ans Tageslicht. Danach ging Michael ins Ehrenmal und ich blieb draußen bei den Jungs und lief mit Ihnen draußen umher. Nachdem Michael zurück kam und er die gleichen Eindrücke sammelte wie ich, gingen wir gemütlich zurück Richtung Hafen und setzten uns in eine der unzähligen Fischbuden. Wir aßen gemütlich ein Fischbrötchen und genossen die Aussicht auf den Strand von Laboe. Danach spazierten wir noch etwas durch Laboe. Gegen 18 Uhr nahmen wir die letzte Fähre. Am Campingplatz angekommen machten wir uns einen gemütlichen Abend unter dem Vordach.

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8.Tag
Auch dieser Tag versprach von Anfang an schön zu werden. Das Frühstück war wieder groß (musste ja bis Abends halten). Während des Frühstücks diskutierten wir über mögliche Ausflüge. Das Wetter war toll und eigentlich waren wir vom Vortag noch sehr k.o. So planten wir erst mal nichts besonderes. Nach dem Frühstück machte ich meine obligatorische Strandrunde mit den Hunden. Nach der Runde saßen wir zusammen erst mal ein bisschen unter dem Vordach. Ich schmökerte in ein paar Reiseführern als Michael mit dem Vorschlag kam, eine Wanderung vom Campingplatz aus, entlang der Steilküste nach Hemmelmark zu machen. Dies erwies sich als die beste Entscheidung die wir für diesen Tag fällen konnten. Vorbei an kleinen pittoresken Ferienhäuschen mit Reetbedeckung, entlang der Steilküste bis an die Grenze des Campingplatz Hemmelmark. Zwischendurch saßen wir entweder auf umgefallenen Baumstämmen am Strand oder geschützt hinter einer kleinen Befestigung im Sand. Eine Zeit lang lagen wir im warmen Sand und hörten den Wellen einfach zu. So verbrachten wir Stunden lang auf dem Pfad zwischen zwei Campingplätzen und schafften es so an diesem Tag 14 Kilometer zurückzulegen (ich hatte diesmal nicht vergessen die Kilometer von der Uhr zählen zu lassen). Da wir den ganzen Tag auf Achse waren, genehmigten wir uns ein Abendessen in der Strandküche. Auch dort bot sich ein toller Blick bei Sonnenschein auf die Eckernförder Bucht. Nach dem Essen gab es einen Spaziergang durch das leere Eckernförde. Einige Minuten saßen wir am Hafen in Eckernförde. Auf der Zufahrtsstraße zum Campinplatz bot sich ein uns ein wunderschönes Bild. Der Raps war von der Abendsonne hell erleuchtet.

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9.Tag
An diesem Morgen war es nach längerer Zeit mal wieder bewölkt. Nachdem letzten Waschtag am vergangenen Freitag hatte sich schon wieder einiges an Wäsche angesammelt. Wir hatten nicht viel dabei, so mussten wir zwei mal während des Urlaubs waschen. Das Frühstück war wie immer groß und sättigend. Ich hatte auf unserem Gaskocher Pfannkuchen gemacht. Wir genossen Sie mit hausgemachter Marmelade und Nutella. Danach war ein ausgedehnter Spaziergang entlang des Strandes fällig, während mein Mann unterm Vordach saß. Nach der großen Runde wollte ich schnell noch zur Rezeption Waschmarken holen. Die Rezeption war schon wieder zu. Unter der Woche war nicht viel los und wir waren so fast alleine auf dem großen Areal. Da war es verständlich, dass die Betreiber nicht den ganzen Tag in der Anmeldung saßen. Wir überlegten wo wir die Wäsche waschen konnten. Unsere Züchterfreundin Tina bot sich sofort an und so machten wir uns auf den Weg nach Tüttendorf. Die Hunde durften im Garten mit den anderen Hunden toben und am Ende entschieden wir uns dazu noch einmal zum Schwedeneck zu fahren. Gepaart mit gutem Essen und unvergesslichem Ausblick aufs Meer versprach es ein gemütlicher Abend zu werden. Nur diesmal ließ sich die Sonne nicht blicken. Das Meer war sehr ruhig und man hatte noch mehr den Eindruck von unendlicher Weite. Nur der Sonnenuntergang ließ uns an diesem Tag im Stich. Wir fuhren gegen 22 Uhr zu Tina und stopften noch einmal ihre Waschmaschine voll. Der Abend war noch nicht zu Ende. Wir quatschen über Gott und die Welt und so verging die Zeit. Um 1 Uhr Nachts brachen wir auf, um zurück zum CP zu fahren. Am Nachmittag hatte man uns schon nahegelegt den Schleichweg über den benachbarten CP zu nehmen. Der Betreiber unseres CPs fing da an, die Zufahrtsstraße abzusperren. Naiv wie wir waren, dachten wir nicht darüber nach, wie wir zu später Stunde auf den CP zurück kommen würden. Kurz vor der Einfahrt auf der Zufahrtsstraße sahen wir Sperrungen. Na toll. Wir fuhren zum Nachbarscampingplatz, über den wir am Nachmittag fuhren. Leider war eine Sperrkette vor der Zufahrt des Campingplatzes. Was nun?! Wir fuhren ein paar Kilometer zurück, vorbei an der Zufahrt unseres CPs und bogen dann auf halbem Weg Richtung Eckernförde in den Wald ab. Unser VW Golf 7 ist wirklich ein Multitalent. Rennsemmel, Zugauto, Bergziege und Hundetransporter in einem. Aber er ist kein Geländefahrzeug. Als wir durch den Wald fuhren, sagten Reh und Fuchs sprichwörtlich „Gut‘ Nacht!“ Der Campingplatz auf den wir zusteuerten war ein reiner Dauercamperplatz und die Zufahrt war schon im Wald durch eine Schranke gesperrt. Die Fahrbahn war sehr uneben und ich hatte das ein oder andere Mal angst um mein Auto. Wir fuhren direkt auf den komplett verlassenen Campingplatz um festzustellen, das es dort nicht weiter ging. Ich freundete mich schon mit den Gedanken an, mein Auto am Anfang der Zufahrtstraße am Straßenrand abzustellen, da sagte mein Mann, wir sollten es doch noch mal beim übernächsten CP versuchen, an dem wir zuvor gescheitert waren. Also fuhren wir die 6 km zurück. Gott sei Dank haben wir eine Lücke entdeckt. So kamen wir dann gegen 02:30 uhr an unserem Wohnwagen an. Auch das ist Campingabenteuer 😀

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10.Tag
Leider klingelte der Wecker wieder sehr früh. Für diesen Tag war die große Fahrt nach Hamburg geplant. Leider fuhren wir etwas zu spät los, da ich nach dem ersten Klingeln noch mal eingeschlafen bin. Um 12 Uhr erreichten wir Hamburg. Wir parkten abseits des Jungfernstiegs und machten uns zur ersten Adresse des Tages auf. Apple Store Junfernstieg. Dort machten wir nur eine kurze Runde durch den Store. Danach ging es in die Speicherstadt. Michael wollte schon immer mal in das Miniatur Wunderland und so blieb ich mit den Jungs draußen, während Michael sich das Wunderland anschaute. Nach dem Besuch im Wunderland machten wir eine große Runde durch Hamburg. Am Steg entlang zum Sandtorhafen (den neuen Luxuswohnanlagen hinter der Speicherstadt), vorbei an der grandiosen Elbphilharmonie und dem Binnenhafen. Auf Grund des Wetters war das ganze etwas stressig. Es regnete immer wieder und es war auch recht kalt an diesem Tag. Dennoch verbrachten wir insgesamt 6 Stunden in der Hamburger Innenstadt. Auf dem Weg zum Parkhaus machten wir schnell noch unseren Einkauf in der Galleria. Es war schon bald 18 Uhr da klingelte mein Handy. Meine Kollegin meldete sich per WhatsApp und fragte nach wo wir blieben. Also machten wir uns dann schließlich auf zum Parkhaus. Im Parkhaus erst mal der Schock: 18 Euro kostete der Spaß. Den Rest des Tages ließen wir mit meiner Kollegin ausklingen. Wir haben oft telefoniert und trafen uns das erste Mal live. Da wir sehr weit entfernt voneinander leben, war dies für mich ein sehr wichtiges Treffen, nach fast 1,5 Jahren gemeinsamer Arbeit. Der Tag in Hamburg war beeindruckend. Hamburg ist eine wahnsinns Stadt und lässt sich mit London oder New York vergleichen. Neidlos muss ich anerkennen, dass Hamburg in einer anderen Liga spielt wie Nürnberg. Auch wenn wir eine wunderschöne Stadt haben, so ist Hamburg einfach eine Weltstadt und auch nicht zu vergleichen mit Nürnberg. Man kann Hamburg auch nicht mit München vergleichen, wenngleich Hamburg einigen Ecken ähnlich elitär erscheint wie München. Dennoch: Hamburg ist ein gekonnter Mix aus Moderne, Tradition und Geschichte. Von Elbphilharmonie brauche ich gar nicht erst anfangen. München ist zwar unsere Landeshauptstadt, allerdings erscheint sie mir gegen Hamburg arg fad und zu eitel. Fazit: HAMBURG WIR KOMMEN WIEDER! An diesem Abend kamen wir auch wieder sehr spät zum Campingplatz zurück. Der Betreiber des Nachbarplatzes machte sich nun nicht mal mehr die Mühe die Einfahrt mit der Kette zu verschließen.

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11.Tag
Nachdem Hamburg nicht nur sehr stressig war, sondern auch sehr teuer, beschlossen wir den Tag am CP und am Strand zu verbringen. Das Frühstück fiel einigermaßen mager aus, da wir beschlossen haben, gegen Nachmittags zu grillen. Der Tag war ein einfacher, relaxter Tag ohne Stress und ohne Action. Dennoch wurde er der denkwürdigste Tag. Wir saßen in der Sonne unter unserem Vordach und genossen den Blick aufs Meer. Gegen Mittags machte ich eine längere Runde mit den Jungs am Strand. Es war sehr windig, aber die Sonne knallte kräftig runter. Immer wieder zogen Wolken über uns hinweg. Die Jungs genossen ausgedehnte Wasserspiele und buddelten im Sand. Hin und wieder wurden sie ganz aufgeregt, wenn sie mal wieder einen von tausenden Hasen sahen. Die waren dort wirklich unzählig vertreten. Am frühen Nachmittag zogen wir uns in den Wohnwagen zurück weil es zeitweiße etwas kühl wurde. Wir machten einen ausgedehnten Spielenachmittag. Am frühen Abend begann ich das Essen vorzubereiten. Wir grillten draußen hinter dem Wohnwagen und nicht unterm Dach. Die Jungs beobachteten uns beim Grillen mit Neugierde und so sind einige lustige Bilder entstanden. Nach dem Essen machten ich mit Finn eine gemütliche Runde entlang der Zufahrt des Campingplatzes zum eigentlichen Gut Karlsminde. Die Sonne zauberte ihr wunderschönes Licht auf das alte Gut Karlsminde und die umliegenden Ländereien. Mit dem iPhone machte ich einige schöne Bilder. Es war einfach wunderschön. Voller Ruhe. Wir genossen einfach die Umgebung. Es war ein weiterer, wunderschöner Spaziergang. Die Koppeln waren in goldenes Licht getaucht und der Raps leuchtete in seinem schönsten Gelb. Es war einer jener Momente die man nie vergisst, die so voller Ruhe sind. Zurück am Wohnwagen, traf ich meinen Mann an, der in der Abenddämmerung unter dem Vordach saß und Musik hörte. Mittlerweile wurde es kalt. Wir gingen nach innen und eröffneten unseren Spieleabend zu Musik und etwas Prosecco. Naturlich gewann wieder mal ich. Als es langsam dunkel wurde, ging mein Mann noch mal mit den Hunden raus. Plötzlich rief er von draußen: „Nina komm mal raus!!!“ Als ich nach draußen trat war der Vollmond über der Eckernförder Bucht schon aufgegangen. Den Anblick werde ich nie vergessen. Der Mond war nicht einfach hell erleuchtet. Er war durch die untergehende Sonne hinter uns fast pink. Den Anblick des blutorangenen Mondes war einfach unglaublich, fast surreal. Einer wunderschöner Tag ging wunderschön zu Ende.

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12.Tag
Es wurde ein langer Morgen mit ausgedehntem Frühstück und faulenzen unter dem Vordach. An diesem Tag machten wir eine ausgedehnte Runde mit den Jungs am Strand. Es war der letzte, richtige Urlaubstag an der Ostsee. Der Vortag der Abreise. Die Zeit verging zu schnell. Ich hätte hier einen Monat verbringen können ohne das es mir je langweilig werden würde. Da wir die letzten Tage mit dem Abspülen ziemlich faul waren, musste ich an diesem Vormittag alles auf einmal abspülen. Wer weiß, wie spät wir wieder heim kommen würden, da wir gegen Nachmittags mit Tina verabredet waren. Ich spülte schnell ab und Michael begann mit dem Abbau des Vordachs sowie aller Utensilien die unter dem Dach standen. Am Nachmittag bei Tina angekommen, machten wir uns auf nach Gettorf in die Hofgalerie Gettorf. Dort kaufte ich ein paar Souvenirs für zu Hause ein. Gegen Abend fuhren wir nach Kiel in die Holtenauer Straße wo es einige kleine, sehr schöne Läden gab. Dort kaufte ich noch ein paar Sachen ein. Eigentlich wollte ich noch das Glückswerk Kiel besuchen, wo es das berühmte Förde Fräulein Armband zu kaufen gibt, aber das haben wir leider zeitlich nicht mehr geschafft. Danach fuhren wir zum Gosch-Sylt in den Citti Park. Ich werde den hießigen Gosch sicherlich mal aufsuchen 😉 Der Abend war schnell vorbei. Wir haben uns von Tina verabschiedet und fuhren zurück zum Campingplatz um unsere restlichen Sachen für die kommende Heimreise zu verstauen.

13.Tag
In der Früh hatte ich absolut keinen Hunger. Mein Magen fühlte sich an wie Blei. Ich hasse es Abschied zu nehmen. Ich hatte diesen Ort und diesen Campingplatz in mein Herz geschlossen. Ich mochte diese Ruhe. Den Rhytmus des Meeres. Wir gingen die Strandrunde das letzte Mal mit den Hunden und ich atmete noch einmal tief die Meeresluft ein. Versuchte mir den Geruch von Salz, Algen und Seewasser einzuprägen. An diesem Morgen nahm ich auch einen großen Plastikbeutel mit zum Strand. Ich packte eine große Portion Strandsand ein und ging mit den Gummistiefeln noch mal ins Meer. Mein Abschied vom Meer zog sich dahin. gegen 11 Uhr verließen wir den Campingplatz. Wir fuhren Richtung Eckernförde und machten da noch mal kurz in der Innenstadt halt, weil ich noch ein paar Mitbringesel aus der Bonbon Fabrik brauchte. Ich ging noch mal zum Kleinen Laden am Meer um dort noch was für meine Oma und meine Mutter zu kaufen. Danach fuhren auf die Bundesstraße Richtung Kiel. Auf der Bundesstrasse hinter Eckernförde liegt der Gasthof Grüner Jäger.  Dort aßen wir unser letztes Mahl an der Ostsee. Ein Schnitzel für meinen Mann und Matjes nach Hausfrauenart für mich. Bei Kiel ging es auf die Autobahn A7 und von da an ging es für längere Zeit im Schneckentempo bei ca. 80-90 kmh geradeaus. Gegen 19 Uhr erreichten wir unser Zwischenziel Bockenem. War es am Morgen in Eckernförde sehr kühl, so war es im inneren des Landes fast unerträglich schwül. Wir parkten unseren Wohnwagen wieder am gleichen Baum in Reichweite zu den Steckdosen. Wir aßen eine Kleinigkeit zu Abend (mir war der Hunger vergangen) und freundeten uns mit einem Trucker an. Auch wenn der Stellplatz im Vergleich zu dem Platz am Meer nichts war, so machten wir das Beste daraus und genossen den Abend.

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14.Tag
Am Morgen war es schwül und regnerisch in Bockenem. Wir ließen uns mit dem Aufstehen etwas Zeit. Das Frühstück würde schon nicht weg rennen. Nach einer ausgedehnten Runde mit den Hunden gingen wir zum Frühstück in den Gasthof. Wir hatten noch einen langen Weg vor uns. Mir graute davor, denn bei 90 kmh über die Autobahn zu schleichen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Da mein Mann leider keinen Führerschein hat, lag das Vergnügen ganz auf meiner Seite. Wir frühstückten ausgedehnt und machten uns gegen 11 Uhr auf. Ich hatte irgendwie keine Eile nach Hause zu kommen. Die Fahrt zog sich dann ewig lange. Trotz einiger Pausen, zog sich das ganze wie Kaugummi. Irgendwann haben wir angefangen Wortspiele zu machen. Dabei kamen die ulkigsten Dinge zustande. Wir mussten so viel lachen, dass wir zwei WC-Pausen brauchten. Gegen 18 Uhr kamen wir zu Hause an und da ging es schon los mit dem Stress. Die Straße vor unserem Haus war zugeparkt. Den Wohnwagen mussten wir also 300 Meter weiter weg parken und die meisten Sachen etappenweise mit dem Auto nach unten fahren. Vor allem die schweren Sachen. Daheim angekommen wurde gelüftet, gewaschen, die Post durchgeschaut und was man halt sonst nach längerer Abwesenheit so macht. Zum ersten Mal nach Wochen schauten wir fern und gingen bald ins Bett, denn wir mussten beide früh raus weil am nächsten Tag die Arbeit rief.

Tipps kurz zusammengefasst:
– Campingplatz Gut Karlsminde
– Kleiner Laden am Meer Eckernförde (Shopping-Tipp)
– Bonbon Fabrik Eckernförde (Shopping-Tipp)
– Strandküche Eckernförde
– Grüner Jäger Eckernförde
– Hofgalerie Gettorf (Shopping-Tipp)
– Öffentliche Schifffahrt Kiel
(Unter der Brücke am Ende des Hafens kann man an Wochenenden kostenlos parken)
– Laboe
– Marine Ehrenmal
– U995 (Achtung: Kombiticket!)
– Glückswerk Kiel (Shopping-Tipp)
– Gosch Sylt in Kiel
– Strandhaus Schwedeneck Dänisch Nienhof
– Miniatur Wunderland Hamburg
– Elbphilharmonie
– Galleria Hamburg Innenstadt

Alle Bilder (en Detail) und mehr gibt es auf unserer Instagramseite.

©SmartCamperz

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