Heimatliebe I – Entlang des Steigerwalds

Wenn man einen Blog über Camping, Reisen und Outdoor-Abenteuer führt, dann neigt man immer gerne dazu in die Ferne zu schweifen. Doch das Gute liegt sehr nah. Zwar haben wir in Deutschland schon lange keine richtige Naturlandschaft mehr, wie es in anderen Ländern noch der Fall ist, aber Outdoor-Abenteuer kann man auch in der Heimat erleben. Meine ist das Frankenland. Ich wohne im mittelfränkischen Fürth. Diese Stadt ist auch mein Geburtsort . Ob ich es will oder nicht. Heimat bleibt Heimat. Auch wenn ich mich manchmal sehr über die Entscheidungen unserer kommunalen Politik ärgere, wenn ich am „Solarberg“ mal wieder im Stau stehe. Heimat ist viel mehr als Alltag und Routine. Heimat kann (ent-) spannend sein. Sie kann uns vieles lehren. Mein Opa (1923-2015) war jahrelang Stadtheimatpfleger der Stadt Fürth und Mitglied im Geschichtsverein Fürth. Früher hat mich das nie sonderlich interessiert. Heute ist mir bewusst: Ich weiß zu wenig über meine Heimat und über meine Wurzeln. Dennoch liebe ich meine Heimat und widme diese Beitrags-Reihe meiner Heimat und meinen beiden Großeltern Elisabeth und Walter Fischer, die mir schon im Kindesalter die Liebe zur Heimat beigebracht haben.

Steigerwald und Umgebung

Wandern: Der Panoramaweg Steigerwald

Ich würde schon sagen, dass Franken ein Outdoor-Land ist. Es gibt viele schöne Ecken, die es zu erkunden gilt. Eine der schönsten Ecken ist der Steigerwald. Beginnend in der Gegend um Bad Windsheim und endend vor den Toren von Bamberg. Dieser Weg führt über mehrere Etappen und 160 km vorbei an schönen Orten und noch schöneren Landschaften.

Von Bad Windsheim über Geiselwind nach Bamberg führt dieser Weg durch den Steigerwald. Der Weg ist sehr gut beschildert, so dass man sich gut zurechtfindet. Auf dem Pfad befindet sich das ein oder andere Highlight. Ihr könnt den Weg in Etappen wandern oder im Ganzen. Pensionen gibt es in dieser Ecke sehr viele. Wer in freier Natur campieren möchte, sollte bedenken das „wild campen“ in Deutschland verboten ist. Jeder ist für sein Handeln verantwortlich. Bitte bedenkt dies. Die Natur wird es Euch danken.

Am Start in Bad Windsheim befindet sich das Freiland Museum. Ein Besuch führt Euch zurück in längst vergessene Zeiten. Im Biergarten lässt man es sich bei einem Glaserl Wein gut gehen. Übrigens verkauft das Freiland Museum sein eigenes Bier, welches wir Euch sehr empfehlen können. Bis nach Oberntief sind es einige Kilometer. Bis dahin hat man sicherlich Hunger. Empfehlung: Einkehr im Schwarzen Adler bei Magda Deininger. Dort sind die Schnitzel monströs und sehr lecker (y). Etwas abseits des Weges – Nordöstlich von Herbolzheim – befindet sich die Freimarkung Osing. Ein ganz besonderer Ort. Allerdings ist dieser Ort ein ganzes Stück entfernt vom Pfad. In den nächsten Kilometern kommt nicht viel, außer Landschaft.

Auf der Höhe von Markt Nordheim ist ein Panzerturm zu besichtigen. Die nächste Einkehr auf der Strecke befindet sich etwas westlich. Die Weinparadies-Scheune liegt  außerhalb von Bullenheim. Frisch gestärkt, sollte man beim Bienenhof Keil anhalten, wo man frischen Honig von Frankens Bienen kaufen kann. Der weitere Weg führt durch Hüttenheim. Wer in Hüttenheim einkehren möchte, ist dort sehr gut im Vinum Valentin aufgehoben. Herr Valentin serviert gute Weine und leckere, ausgefallene Speisen wie etwa den „Himmel & Äd“ – Burger. Ein paar Kilometer weiter befindet sich Mönchsondheim. Dort empfehle ich Euch, dass Kirchenburg-Museum  zu besuchen. Das Museum bietet je nach Jahreszeit spezielle Attraktionen. Einige Kilometer weiter geht es durch Markt Einersheim. Wenn ihr dort einkehren müsst oder wollt, empfehle ich Euch das Weingut Gamm. Müsst Ihr unterwegs campieren, dann fragt doch einfach im Weingut nach, ob ihr die Wiese hinter dem Haus benutzen dürft. Die Wiese ist als Stellplatz für Wohnwägen und Wohnmobile ausgeschildert. Die Besitzer sind nett und lassen Euch sicherlich auch mit Zelt dort übernachten. Weiter führt der Weg Richtung Nordost. Etwas oberhalb von Markt Einersheim befindet sich die Burgruine Speckfeld auf einem Hügel. Von dort oben habt Ihr einen grandiosen Blick auf das Umland. Der Extrakilometer lohnt sich!

Der nächste größere Ort ist Iphofen. In Iphofen bietet sich an, dass Knauf-Museum zu besichtigen. Nordöstlich von Iphofen befindet sich Schwanberg. Der Weg führt dort knapp am Friedwald Schwanberg vorbei. Von diesem Punkt aus sind es einige Kilometer über Land, bis der nächste größere Ort auftaucht. In Castell gibt es das gleichnamige Schloss samt Schlossgarten- ein Besuch sollte drin sein. Die folgende Etappe führt über einige Kilometer vorbei an Landstraßen und Autobahn nach Gräfenneuses. Nördlich davon befindet sich der Aussichtspunkt Glösberg. Es sind ein paar Extrakilometer dort hin, aber ich bin sicher, dass es sich lohnt. Danach geht es über Land bis nach Ebrach. Das Historikhotel Klosterbräu empfiehlt sich sehr zur Einkehr oder Übernachtung. Außerhalb von Ebrach, gelegen an der B22, findet Ihr ein weiteres Highlight der Region. Den Baumwipfelpfad. Der Wanderweg führt am Naturreservat Handthal vorbei. Der Ort Handthal liegt etwas nordwestlich vom Reservat. Im Ort gibt es ein paar Restaurants und Pensionen. Weiter nördlich führt der Weg vorbei am Naturwaldreservat Zwerchstück bis kurz vor Michelau. Danach führt der Weg durch den Spitalgrund.  Der nächste Stop liegt weiter Richtung Norden. Am Pfad befindet sich der Aussichtspunkt. Der Weg führt weiter nach Norden, bis er kurz vor Falkenstein Richtung Osten abbiegt. Vorbei an kleinen Orten kommt ihr dann in Zell am Ebersberg vorbei. In Zell befinden sich mehrere Einkehrmöglichkeiten. Die nächste, größere Etappe führt bis nach Trossenfurth. Ab da geht es weiter nördlich bis kurz vor Eltmann.

Ab Eltmann verläuft der Panoramaweg mal mehr, mal weniger in der Nähe des Main. Nach schätzungsweise weiteren 30 Kilometern kommt man direkt vor den Toren Bambergs an. In Bamberg angekommen, müsst ihr unbedingt Klein-Venedig besuchen und den Bamberger Dom. Als Tipp zum Einkehren, lege ich Euch das „Schlenkerla“ ans Herz. Eine traditionelle, Bamberger Einkehr, die seit 1405 besteht. Bamberg wurde 1993 als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Ein Grund mehr, etwas länger in der kleinen Frankenmetropole zu verweilen. Ein Guter Grund hier den Panoramaweg zu beenden.


Eindrücke
Kajak-Genuss am Altmain

Die Mainschleife befindet sich 20 Autominuten von Iphofen und Markt Einersheim entfernt (Übernachtungstipp für Wohnmobilisten: Weingut Gamm). Die Tour auf dem Altmain beginnt in Volkach. Solltet ihr kein eigenes Kajak besitzen, so könnt ihr eines bei Water-Walker ausleihen. Erkundigt Euch einfach beim freundlichen Team von WalterWalker über die Konditionen und die jeweilige Dauer. Plant viel Zeit ein, damit Ihr Euch nicht beeilen müsst. Wir hatten letztes Jahr im Sommer unser eigenes Kajak dabei. Unsere Tour startete in Volkach. Dort ging es per Schleuse direkt auf den Altmain. Die Fließgeschwindigkeit ist eher gering, also ist paddeln angesagt. Die Mainschleife ist gemütlich zu paddeln, denn es gibt keine Umstiege – nur Pausen. Von Volkach aus startend geht es Richtung Sommerach. Kurz vor Nordheim dürftet ihr eine Kiesbank am Main entdecken. Im Schatten der hohen Bäume kann man dort gut pausieren. Wir haben immer ein Picknick dabei, weil wir dort selten einkehren. Wenn ihr dort baden geht bedenkt bitte, das der Altmain immer noch ein Fluss ist. Ich rate Euch dazu Badeschuhe anzuziehen. Ein tolles Erlebnis: Floaten im Main von der Kiesbank bis zum Strand im Ort. Nur am Ende der Strecke müsst ihr darauf achten nicht in die Nähe der Fahrrinne zu gelangen. Kurz vorher solltet ihr an Land schwimmen. Von Nordheim aus geht es weiter. In Sommerach könnt ihr kurz rasten und noch mal Main schwimmen. In Münster Schwarzach endete unsere Tour. Endet Eure Tour ebenfalls hier, könnt ihr mit dem Transfer (alternativ Taxi) zurück nach Volkach. Solltet ihr vor dem Transfer noch Zeit haben, empfehle ich Euch den Besuch bei Art of Chocolate in Münster Schwarzach. In Volkach zurück, packt Ihr einfach Eure sieben Sachen ein, und fahrt die kurze Strecke zurück nach Sommerach. Gerade an Sommerabenden hat Sommerach (woher der Name wohl kommt…?!) ein besonderes Flair. Ich empfehle zum Abschluss des Tages ein Besuch in der Villa Sommerach. Lasst Euren schönen Tag bei einem Glas Wein und etwas Essbarem im Rosengarten der Villa ausklingen. Wenn Euch ein spartanisches Mahl am Campingplatz lieber ist, dann genießt Euren Abend doch auf einer Parzelle direkt am Altmain am CP Katzenkopf, in Volkach oder auf dem CP in Nordheim. Wer First Class-Verpflegung bevorzugt ist in der Vogelsburg genau richtig. Von dort aus habt ihr einen grandiosen Blick über die Mainschleife und das Essen ist sehr empfehlenswert (y).

Eindrücke

Wichtige Anmerkung der Autorin: Dieser Artikel enthält keinerlei Werbung, Affiliate oder Sponsorings. Wir sind rechtlich verpflichtet Affiliate-Links als diese zu markieren. Wir möchten das unser Blog transparent und glaubwürdig ist. Zum Thema Affiliate, Sponsorings und Werbung wird demnächst ein Artikel erscheinen um aufzuklären und um Missverständnissen vorzubeugen. Wir unterliegen dem Outdoor-Bloggercodex.

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